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Alexander Bentkamp
2023-03-23 17:10:13 +01:00
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import TestGame.Metadata
import Mathlib
set_option tactic.hygienic false
Game "TestGame"
World "Lean"
Level 1
Title "Typen"
Introduction
"
**Du**: Also, wieso schreib ich denn sowohl `(n : ℕ)` für eine natürliche Zahl wie
auch `(h : A ∧ ¬ B)` für eine Aussage?
**Robo**: Alles in Lean sind Objekte von einem *Typen*, man nennt das auch
\"dependent type theory\". Rechts vom `:` steht immer der Typ der dieses Objekt hat.
**Du**: Verstehe, dann war `ℕ` der Typ der natürlichen Zahlen, `Prop` der Typ
aller logischen Aussagen, und so weiter. Un wenn `R` einfach irgendein Typ ist, dann…
**Robot: …würdest du das als `(R : Type)` schreiben.
**Du**: Also sind Typen ein bisschen jene Grundlage, die in meinem Studium die
Mengen eingenommen haben?
**Robo**: Genau. Ein Ring ist dann zum Beispiel als `(R : Type) [Ring R]` definiert,
also als Typen, auf dem eine Ringstruktur besteht.
**Robo**: Hier ein Beispiel. Die Taktik `ring` funktioniert in jedem Typen, der
genügend Struktur definiert hat, zum Beispiel in einem kommutativen Ring:
"
Statement (R : Type) [CommRing R] (a b : R) : a + b = b + a := by
ring
Conclusion "**Robo**: `[CommRing R]` nennt man übrigens eine Instanz und die
eckigen Klammern sagen Lean, dass es automatisch suchen soll, ob es so eine Instanz
findet, wenn man ein Lemma anwenden will."
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import TestGame.Metadata
import Mathlib
set_option tactic.hygienic false
Game "TestGame"
World "Lean"
Level 2
Title "Universen"
Introduction
"**Du**: Aber wenn alles Typen sind, welcher Typ hat dann `Type`?
**Robo**: `Type 1` und dieser hat Typ `Type 2`, etc.
**Robo**: Die Zahl nennt man *Universum*. Manchmal führt man Universen explizit
mit `universum u` ein, öfter siehst du `(R : Type _)`, was einfach ein Platzhalter
für irgend ein Universum ist.
**Du**: Das klingt ein bisschen nach Mengentheoretische Probleme, die man normalerweise
ignoriert.
**Robo**: Genau! Deshalb schreibt man eigentlich immer einfach `Type _` und ist glücklich.
Spezifischer muss man erst werden wenn man sowas wie Kategorientheorie anschaut, wo
man die Universen tatsächlich kontrollieren muss.
**Du**: Oke, hier rein, da raus. Aber hast du mir noch eine Aufgabe?
"
universe u
Statement
(R : Type u) [CommRing R] (a b : R) : a + b = b + a := by
Hint "**Robo**: Naja, Aufgaben zu Universen sind nicht so natürlich,
aber vorige Aufgabe würde man eigentlich besser so schreiben, da
kannst du mindestens das Uniersum beobachten."
ring
Conclusion "**Du**: Na dann. Aber gut dass ich's mal gesehen hab."
-- Hint (R : Type) (h : CommRing R) (a : R) (b : R) : a + b = b + a =>
-- ""
@@ -0,0 +1,71 @@
import TestGame.Metadata
import Mathlib
import TestGame.ToBePorted
set_option tactic.hygienic false
Game "TestGame"
World "Lean"
Level 3
Title "Implizite Argumente"
Introduction
"
**Du**: Was mich aber mehr beschäftigt, ist, dass Lemmas manchmal viel mehr Argumente
haben als ich hinschreiben muss.
**Robo**: Lean kann manche Argumente aus dem Kontext erschliessen. Hast du zum Beispiel
ein Lemma von vorhin
```
lemma Fin.sum_univ_castSucc {β : Type _} [AddCommMonoid β] {n : ℕ} (f : Fin (n + 1) → β) :
∑ i : Fin (n + 1), f i = ∑ i : Fin n, f (↑Fin.castSucc.toEmbedding i) + f (Fin.last n) := by
sorry
```
dann reicht es ja Lean `f` zu geben und daraus kann es herausfinden, was die anderen
(`β`, `n`) sein müssen.
**Robo**: Solche *implizite Argumente* markiert man dann mit `{_ : _}` während
*explizite Arumente* mit `(_ : _)` markiert werden.
**Du**: Dann könnte ich also einfach `Fin.sum_univ_castSucc f` schreiben?
**Robo**: Genau!
**Du**: Und was war dann das `(n := m + 1)` vorhin genau?
**Robo**: Damit kann man im Aussnahmefall die impliziten Argumente doch angeben. Hier haben wir
gesagt, es soll für das Argument `n` den Term `m + 1` einsetzen. Hier mach das doch noch einmal
unter weniger Stress:
"
open BigOperators
Statement (m : ℕ) : ∑ i : Fin (m + 1), (i : ℕ) + (m + 1) = ∑ i : Fin (Nat.succ m + 1), ↑i := by
Branch
rw [Fin.sum_univ_castSucc]
Hint "**Robo**: Siehst du, ohne die Hilfe macht es das Falsche. Deshalb muss man hier
explizit mit `Fin.sum_univ_castSucc (n := m + 1)` nachhelfen."
rw [Fin.sum_univ_castSucc]
Hint "**Robo**: Na klar, in dem Beispiel kannst du einfach weiter umschreiben bis es
nicht mehr geht, aber das war nicht der Punkt…"
rw [Fin.sum_univ_castSucc]
Hint "**Robo**: Na klar, in dem Beispiel kannst du einfach weiter umschreiben bis es
nicht mehr geht, aber das war nicht der Punkt…"
rfl
rw [Fin.sum_univ_castSucc (n := m + 1)]
rfl
OnlyTactic rw rfl
Conclusion "**Du**: Gibt es auch noch ander Methoden implizite Argumente anzugeben.
**Robo** `@Fin.sum_univ_castSucc` würde *alle* Argumente explizit machen,
aber das ist unparktischer, weil man dann irgendwie
`@Fin.sum_univ_castSucc _ _ (m + 1)` schreiben müsste.
**Du**: Ah und ich sehe der `_` ist überall in Lean ein Platzhalter, der automatisch
gefüllt wird."
@@ -0,0 +1,57 @@
import TestGame.Metadata
import Mathlib
import TestGame.ToBePorted
set_option tactic.hygienic false
Game "TestGame"
World "Lean"
Level 4
Title "Instanz-Argumente"
Introduction
"**Du**: Also nochmals als Zusammenfassung, dann gibt es 3 Arten von Argumenten,
explizite mit `()`, implizite mit `{}` und Instanzen mit `[]`?
**Robo**: Korrekt. Instanzen sind damit auch Implizite Argumente. Der Unterschied
zwischen `{}` und `[]` ist also *wie* Lean diese füllt.
**Du**: Verstehe, bei den ersten sucht es logisch nach einer richtigen Möglichkeit,
beim zweiten geht's durch alle Instanzen, die es kennt.
**Robo**: Funktioniert hier bei mir nicht, aber wenn du ausserhalb eines Beweises
`#synth Ring ℤ` in ein Dokument schreibt, zeigt dir Lean, ob es eine Instanz finden kann.
**Du**: Ich glaube das macht alles Sinn.
**Robo**: Hier, mach nochmals das Gleiche wie vorhin aber mit @-Syntax um das zu
verinnerlichen:
"
open BigOperators
Statement (m : ℕ) :
∑ i : Fin (m + 1), (i : ℕ) + (m + 1) = ∑ i : Fin (Nat.succ m + 1), ↑i := by
Hint "*Robo*: Schreibe `rw [@Fin.sum_univ_castSucc _ _ (m + 1)]`
anstatt `rw [Fin.sum_univ_castSucc (n := m + 1)]`!"
rw [@Fin.sum_univ_castSucc _ _ (m + 1)]
rfl
OnlyTactic rw rfl
Conclusion "
**Du**: Danke Robo!
Um zwei weitere Ecken und plötzlich steht ihr wieder vor dem Golem, dem ihr schon begegnet seit.
Dieser lädt euch zum Abendmahl ein. Ihr erfährt, dass er ganz gerne liest und er zeigt euch
sein neustes Buch, das er leider nicht lesen kann. Nich tnur ist es der zweite Band einer Serie
(der Erste hat offensichtlich was mit \"Urbildern\" zu tun), sondern ist es auch in einem
Dialekt geschrieben, der anscheinend nur auf einem Nachbarsmond gesprochen wird.
Ihr beschliesst dem herzlichen Golem zu helfen und beiden Monden einen Besuch abzustatten,
sowohl um den Dialekt zu lernen, wie auch in der Bibliothek auf dem anderen Mond nach dem
ersten Band zu suchen.
"