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Jon Eugster
2023-02-13 17:48:11 +01:00
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@@ -0,0 +1,42 @@
import TestGame.Metadata
import Mathlib
set_option tactic.hygienic false
Game "TestGame"
World "LeanStuff"
Level 1
Title "Typen"
Introduction
"
Dieses Kapitel führt ein paar Lean-spezifische Sachen ein, die du wissen solltest.
Mathematisch haben diese Sachen keinen Inhalt, aber es ist wichtig, dass du etwas
verstehst wie Lean manche Sachen macht.
Als erstes geht es um Typen.
Oft sieht man Argumente von der Form `(U : Type)` was heisst \"sei $U$ ein Typ.\"
Als Mathematiker kann man sich Typen ein bisschen wie Mengen vorstellen, in dem Sinn
dass sie die Grundlage der Mathematik bilden: Alles sind Typen.
Zum Beispiel ist `ℕ` der Typ der natürlichen Zahlen, `Prop` der Typ der logischen
Aussagen, und ein Ring ist ein Typ `(R : Type)` zusammen mit einer Instanz `[Ring R]`,
die sagt, dass auf diesem Typ eine Ringstruktur besteht.
**Achtung**: Wie du aber gleich sehen wirst sind Typen und Mengen in Lean komplett
unterschiedliche Sachen! (Und Mengen nehmen in Lean nicht die fundamentale Funktion
ein, die sie in der Mathe innehaben.)
"
Statement
""
(R : Type) [CommRing R] (a b : R) : a + b = b + a := by
ring
Hint (R : Type) (h : CommRing R) (a : R) (b : R) : a + b = b + a =>
"Die Taktik `ring` funktioniert in jedem Typen,
der mindestens eine Instanz `[Ring R]` hat."
@@ -17,10 +17,36 @@ Dieses Kapitel führt ein paar Lean-spezifische Sachen ein, die du wissen sollte
Mathematisch haben diese Sachen keinen Inhalt, aber es ist wichtig, dass du etwas
verstehst wie Lean manche Sachen macht.
Als erstes geht es um implizite und explizite Argumente von Lemmas. **Explizite Argumente**
schreibt man mit runden Klammern `()`, **impliziete Argumente** mit geschweiften `{}`.
- Implizite und explizite Argumente.
- Types
Als implizit werden alle Argumente markiert, die Lean selbständig aus dem Kontext
erschliessen und einfüllen kann.
Als Beispiel hier zweimal das gleiche Lemma, einmal ohne impliziten Argumenten und einmal mit
```
lemma not_or_of_imp' (A B : Prop) (h : A → B) : ¬A ∨ B := sorry
lemma not_or_of_imp {A B : Prop} (h : A → B) : ¬A ∨ B := sorry
```
Hat man nun `g : C → D` dann braucht man diese Lemmas mit
`have := not_or_of_imp g` oder `have := not_or_of_imp' C D g`.
Wie man sieht erschliesst Lean die impliziten Argumente automatisch und es wäre deshalb
unnötig, diese jedes Mal explizit angeben zu müssen.
TODO
(Trick mit `@not_or_of_imp` kann man sagen, dass man **alle** Argumente angeben möchte und mir
`not_or_of_imp g (B := D)` könnte man ein spezifisches implizites Argument spezifizieren.
Wenn man diese Tricks braucht, heisst das aber meistens, das etwas nicht optimal definiert
ist.)
TODO
Zudem gibt es noch Argumente in eckigen Klammern `[]`. Dies sind auch implizite
Argumente, die aber von der **Instance Resolution** gefüllt werden sollen. Dies
wird später kommen, aber ein typisches Beispiel ist `(S : Type _) [ring S]` was Lean
sagt, es soll suchen gehen, ob es weiss, dass `S` ein Ring ist.
"
open Set
@@ -30,3 +56,6 @@ Statement
trivial
NewTactics rw
#check not_not
#check not_or_of_imp
@@ -0,0 +1,37 @@
import TestGame.Metadata
import Mathlib
set_option tactic.hygienic false
Game "TestGame"
World "LeanStuff"
Level 2
Title "Universen"
Introduction
"
In der Mathematik stösst man manchmal an Mengentheoretische Grenzen, und so auch in Lean.
Klassisch ist bekannt dass die \"Menge aller Mengen\" nicht existieren kann.
Falls man an diese Grenzen stösst (z.B. in der Mengenlehre oder Kategorientheorie) hat Lean
Universen bereit: `Type` ist eigentlich `Type 0` und es gibt auch `Type 1, Type 2, ...`
Deshalb sieht man oft in Lean-Code `(R : Type _)` wenn es keine mengentheoretischen
Probleme gibt (`_` ist ein Platzhalter) oder `universe u` am Anfang und dann `(R : Type u)`
falls man diese mengentheoretischen Probleme kontrollieren muss.
In der Praxis kommt man aber relativ weit, wenn man sich erst mal nicht mit Universen
beschäftigt, und lediglich weiss, dass es sowas gibt.
"
Statement
"TODO"
(R S : Type _) [CommRing R] (a b : R) : a + b = b + a := by
ring
Hint (R : Type _) (h : CommRing R) (a : R) (b : R) : a + b = b + a =>
"Die Taktik `ring` funktioniert in jedem Typen,
der mindestens eine Instanz `[Ring R]` hat."
@@ -0,0 +1,57 @@
import TestGame.Metadata
import Mathlib
set_option tactic.hygienic false
Game "TestGame"
World "LeanStuff"
Level 3
Title "Implizite Argumente"
Introduction
"
Auch wichtiger Syntax ist der Unterschied zwischen
impliziten und expliziten Argumenten von Lemmas. **Explizite Argumente**
schreibt man mit runden Klammern `()`, **impliziete Argumente** mit geschweiften `{}`.
Als implizit werden alle Argumente markiert, die Lean selbständig aus dem Kontext
erschliessen und einfüllen kann.
Als Beispiel hier zweimal das gleiche Lemma, einmal ohne impliziten Argumenten und einmal mit
```
lemma not_or_of_imp' (A B : Prop) (h : A → B) : ¬A ∨ B := sorry
lemma not_or_of_imp {A B : Prop} (h : A → B) : ¬A ∨ B := sorry
```
Hat man nun `g : C → D` dann braucht man diese Lemmas mit
`have := not_or_of_imp g` oder `have := not_or_of_imp' C D g`.
Wie man sieht erschliesst Lean die impliziten Argumente automatisch und es wäre deshalb
unnötig, diese jedes Mal explizit angeben zu müssen.
TODO
(Trick mit `@not_or_of_imp` kann man sagen, dass man **alle** Argumente angeben möchte und mir
`not_or_of_imp g (B := D)` könnte man ein spezifisches implizites Argument spezifizieren.
Wenn man diese Tricks braucht, heisst das aber meistens, das etwas nicht optimal definiert
ist.)
Nebenbemerkung: Es gibt auch noch implizite **Klassen-Elemente** mit eckigen Klammern `[]`
wie zum Beispiel `[CommRing R]` im vorigen Beispiel. Diese werden später behandelt,
und sagen Lean, dass es für dieses Argument eine **Instanz** suchen gehen soll. Diese
Instanzen werden mehrheitlich dafür verwendet, mathematische Strukturen auf Typen zu
definieren, aber das kommt alles später.
"
Statement
"TODO"
(R S : Type _) [CommRing R] (a b : R) : a + b = b + a := by
ring
Hint (R : Type _) (h : CommRing R) (a : R) (b : R) : a + b = b + a =>
"Die Taktik `ring` funktioniert in jedem Typen,
der mindestens eine Instanz `[Ring R]` hat."